"Nicht alle, aber viele Lehrer, Professoren, politische und gesellschaftliche Entscheider sowie Meinungsführer haben keine Möglichkeit, der jungen Generation wichtige Erfahrungen im Umgang mit der digitalen Welt mit auf den Weg zu geben. Denn sie haben keine." schreibt Martin Weigert auf netzwertig.com
"Erstmalig in der Geschichte der Menschheit wird das klassische Muster der Wissensvermittlung auf den Kopf gestellt: Während Eltern, Lehrer und bisherige Meinungsführer in ihrer Rolle als Vermittler von Web-Wissen und digitaler Erfahrung versagen, übernehmen junge Menschen die Lehrerrolle." Kann das stimmen?
Die korrekte Definition von Medienkompetenz (media literacy) umschließt das „kritische Denken“, Persönlichkeitsbildung, Meinungsfreiheit, kulturelle u. demokratische Teilhabe und Kreativitätsförderung. Also Kompetenzen, die im Repertoire eines jeden Lehrers sein könnten. Das Problem: Die Schule betätigt sich immer noch als „nationalstaatliche Erziehungsanstalt“ mit tayloristischer Ausrichtung. Dabei erweist sich eine nicht zeitgemäße Schulkultur, Lehr- und Lernkultur als Kern des Problems. Voneinander lernen, die „Weisheit der Vielen“, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, kritisch denken, da gibt es gewaltige Defizite. Die digitalen Immigranten mögen zwar an technischen Kompetenzen scheitern, schlimmer jedoch ist oftmals das Scheitern am erforderlichen kulturellen Wandel in einer hierarchisch organisierten (Schul)kultur.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen